Künstliche Intelligenz – Zwischen Verheißung und Wirklichkeit
Reflexionen und Einblicke aus jahrzehntelanger IT-Praxis
Wer Jahrzehnte in der IT-Branche gearbeitet hat, kennt das Muster: Eine neue Technologie erscheint, die Begeisterung überschlägt sich, die Versprechen werden größer – und irgendwann landet man bei der nüchternen Frage: Was steckt wirklich dahinter?
Bei Künstlicher Intelligenz ist diese Frage schwieriger zu beantworten als bei vielen Technologien zuvor. Nicht weil KI kein echtes Potenzial hätte – sondern weil der Begriff selbst so inflationär verwendet wird, dass er kaum noch etwas bedeutet. Und wie schon bei früheren Technologiewellen gilt: Hinter jedem KI-Modell steckt am Ende physische Infrastruktur, die irgendwo Daten speichert, bewegt und verarbeitet – ein Thema, das mir aus eigener beruflicher Erfahrung besonders vertraut ist.
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Weiterlesen: Künstliche Intelligenz – Zwischen Verheißung und Wirklichkeit (2)
Wenn man seinen Ohren nicht mehr trauen kann.
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Video-Deepfakes haben uns gelehrt, dass wir unseren Augen nicht mehr bedingungslos vertrauen können. Audio-Deepfakes bedeuten nun, dass auch unsere Ohren zu unzuverlässigen Zeugen geworden sind. War das wirklich der Geschäftspartner, der per Videoanruf nach sensiblen Zugangsdaten fragte? Ist das tatsächlich die Stimme eines Familienmitglieds, das in einer Notlage um finanzielle Hilfe bittet? Die Liste existenzieller Sorgen unserer Zeit erweitert sich kontinuierlich. Neben den traditionellen technologischen Risiken wie nuklearer, chemischer und biologischer Kriegsführung, neben globalen Pandemien und der Klimakrise, hat sich in den vergangenen fünf Jahren eine weitere Dimension der Unsicherheit etabliert: der Verlust der Kontrolle über die authentische Repräsentation der eigenen Stimme durch maschinelles Lernen. |
Sprachaufnahmen bilden die Grundlage für Voice-Cloning-Technologien |
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- Geschrieben von: hostmaster
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2020-12-21
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Voice-Cloning-Unternehmen sind auch von medizinischen Anwendungen begeistert. Natürlich ist das Ersetzen von Stimmen in der Medizin nichts Neues - Stephen Hawking verwendete bekanntermaßen eine synthetisierte Roboterstimme, nachdem er 1985 seine eigene verloren hatte. Das moderne Klonen von Stimmen verspricht jedoch etwas noch Besseres.
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| Video DEEPFAKES bedeutet, dass sie nicht immer Ihren Augen glauben können, wenn sie etwas sehen. Jetzt können Audio-Deepfakes bedeuten, dass Sie Ihren Ohren nicht mehr vertrauen können. War das wirklich der Chef, der per Skype wegen der Rechnung anrief und den PIN der Bankkarte brauchte? Ist das wirklich dein Vater am Telefon, der nach seinem E-Mail-Passwort fragte? Fügen Sie der Liste der Welt eine weitere existenzielle Sorge hinzu. Es gibt technologischen Risiken wie z.b. die Bedrohung durch nukleare, chemische und biologische Kriegsführung. |
In den vergangenen Jahrzehnten hatten wir schon mehrfach Gelegenheit gehabt von so mancher Gänsehaut besessen zu sein. Globalen Epidemien oder die Klimakrise und jetzt haben wir das maschinelle Lernen von Fälschungen. Wir haben auch noch die Kontrolle der Menschen über ihre Ähnlichkeit der Stimme verloren.
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